JOHANNES ZIEGLER

STEADICAM OPERATOR // member of the SOA & BVK


MORE THAN 80 STEADICAM PROJECTS since 2012! MORE CREDITS @CREW-UNITED

MEMBER OF THE

GERMAN SOCIETY OF CINEMATOGRAPHERS

"BVK"

DIE STEADICAM TECHNIK

 

"Die Steadicam® Technik ist ein Stabilisierungssystem für schwere Filmkameras und begann ihren Siegeszug Mitte der 70er Jahre.

Es war der Erfinder und Kameramann Garett Brown, der die Steadicam® Technik entwickelte.

Hierbei wird die Kamera nicht direkt am Körper getragen, sondern das Gewicht wird über einen Federarm entkoppelt.

Das Gewicht wird durch eine Weste auf den Körper, besonders auf die Hüfte verteilt.

Auf dem Federarm wird die Kamera mit ihrem Mittelpunkt des Gewichts auf einen Stab montiert. Oben ist die Kamera und am entgegengesetzten Ende sind Batterien und ein Monitor, zum einen als Gegengewicht, zum anderen um die Kamera und Zubehör mit Strom zu versorgen.

Alle Elemente lassen sich nach vorne und nach hinten bewegen. Die Kamera lässt sich auch seitlich verschieben. Wenn alle benötigten Teile montiert sind, balanciert, also verschiebt man alle Teile, bis sie im Gleichgewicht zueinander und auf dem "Stab" sind.

Knapp über der Mitte des Gewichts ist der Gimbal, ein "Kardanisches Gelenk", welches sich 360° bewegen lässt, und ebenfalls eine freie Bewegung, sowie ein Entkoppeln von Bewegungen zulässt.

Wenn der Steadicam® Operator sich nun mit der Kamera bewegt, läuft, geht oder auch nur steht, fässt er unterhalb des kardanischen Gelenkes sanft an und kann ohne große Krafteinwirkung den Kamerastab, den Sled, in alle Richtungen auf der Stelle bewegen.

Dadurch, dass man den unteren Teil des Sleds, der die Batterien und den Monitor beherbergen, ein wenig schwerer macht, erhält das System seinen Schwerpunkt und bleibt vertikal stehen. Würde man die Kamera schwerer machen, würde sie unten hängen, dies Einstellungsart kommt im Low Mode zum Einsatz, wenn die Kamera sehr tief sein soll. In der Kamera oder später in der Postproduktion wird das Bild dann richtig herum gedreht.

Der Gimbal ist individuell verschiebbar und somit lässt sich jederzeit einstellen wie das Verhältnis zwischen Kamera und Gegengewicht sein soll.

Wenn man das Gegengewicht zu schwer einstellt pendelt das Gewicht nach, besonders bei schnellen Bewegungen ist dies bemerkbar.

Ist das Verhältnis neutral, würde die Kamera sich schwerelos im Raum drehen, ohne in Waage zu bleiben.

 

Warum ist die Steadicam® Technik so besonders?

Mittlerweile ist die Steadicam® Technik aus der Bewegtbildindustrie nicht mehr wegzudenken, sei es bei Sportübertragungen, Konzerten, Werbefilmen und natürlich Spielfilmen, überall wird die Kamera bewegt.

Die Kamera scheint zu fliegen. Treppen, enge Gänge und unebener Boden sind kein Problem für den Operator.

Die Steadicam® Technik kommt der menschlichen Wahrnehmung am nächsten, denn so wie wir unseren Gang durch die wahrnehmen, so zeigt die Seadicam Technik uns die Welt. Auch wir gehen durch die Welt, nur das unser Gehirn die Geherschütterung herausrechnet.

Die Steadicam® bewegt sich ist organisch, rein physikalisch und dadurch, dass der Steadicam Operator die Kamera mit der Weste am Körper trägt ist es die flexibelste Art eine Kamera im Set zu bewegen. Die Kamera ist Teil des Ganzen. Sie steht nicht auf einem Stativ und schaut in das Geschehen, sondern als Steadicam® Operator ist man Teil der Szene und kann mit der Handlung verschmelzen. Immer wieder gibt es beeindruckende Filme, in denen die Steadicam als Stilmittel und Werkzeug genutzt wird um der Geschichte noch näher zu sein. "1917", der aktuell einen Oscar für die beste Kameraarbeit gewonnen hat, nutzt ebenfalls unter anderem die Steadicam®. Es gibt auch Drehorte, wo es keine Möglichkeit besteht Schienen für einen Dolly zu legen, oder es fehlt einfach die Zeit. Mit der Steadicam bleibt man stets flexibel, schnell und agil.

 

Auch wenn neue Techniken wie "Trinity", "Omega", und auch die vielen anderen elektronischen Gimbals Neuerungen darstellen, ändert es eine Sache nicht:

Der Operator und die beteiligten Filmschaffenden benötigen ein Verständnis für Kamerabewegung.

Als Steadicam Operator ist die technische Seite, wie das Ausbalancieren zwar enorm wichtig, aber einmal beherrscht, geht es zur wichtigsten Sache über, dem designen der Einstellung, dem "Shot Design". Sei als als Ansprechpartner, Experte oder gleichzeitig als DOP, als Steadicam® Operator ist man für die Umsetzung einer Kameraeinstellung verantwortlich. Hier beginnt der eigentliche Job und die Expertise."

 

©Johannes Ziegler

 


SOME BEHIND THE STEADICAM

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